Gedenken an Seegefecht
Auf dem hinter einer hohen Feldsteinmauer verborgenen alten Friedhof befindet sich unter anderem ein dänischer Gedenkstein, der an das Seegefecht vom 3. September 1813 vor Büsum erinnert. Zum Jahrestag versammeln sich hier Interessierte, um den sechs gefallenen Seeleuten zu gedenken. Der Hintergrund der Auseinandersetzung waren die Napoleonischen Kriege.
Dänemark kämpfte erst als Verbündeter Frankreichs gegen das Vereinigte Königreich. Das Gefecht wurde zwischen britischen und dänischen Schiffen ausgetragen. Büsum wurde in dieser Zeit von den dänischen Königen regiert. An der Gedenkfeier nahm auch wieder der Beauftragte für das dänische Kriegsgräberwesen für den Bereich Sydslesvig-West, Henry Bohm, teil.
Er fand in diesem Jahr einen alten Friedhof in neuem Glanze vor, der durch den Förderverein Kulturwarft durch ein Projekt von Gestrüpp befreit wurde. Dabei wurden auch allerhand alte Grabsteine restauriert. Kulturwarft-Vorsitzender Anton Bingert hatte als Schirmherr die Bevölkerung eingeladen, am Gedenken teilzunehmen, und fast 40 Interessierte waren dabei, als Henry Bohm einen Kranz und der stellvertretende Bürgermeister Matthias Kruse sowie Anton Bingert Blumengebinde niederlegten.
Anton Bingert ging in seiner Rede auf einige Gegebenheiten ein. Wer denkt, dass Nord- und Ostsee friedlicher als 1813 geworden sind, der irrt gewaltig. Man könne sich glücklich schätzen, dass Deutschland heute sowohl Großbritannien als auch Dänemark als feste Partner hat. Russische Schattenflotten, die kritische Infrastruktur beschädigen oder sogar gänzlich zerstören, Drohnen, die vom Meer aus Spionage betreiben, und alte Schiffe, die absolut nicht mehr seetauglich sind, stellen eine Bedrohung dar.
Pastor Malte Jericke hielt sodann eine Ansprache mit anschließendem Friedensgebet ab, bevor sich Matthias Kruse für die Gemeinde bei allen Beteiligten für ihr besonderes Engagement rund um das neu belebte grüne Kleinod alter Friedhof im Herzen von Büsum bedankte. Matthias Kruse lobte das Engagement der Kulturwarft, in Büsum eine Oase der Ruhe zu ertüchtigen.
Während eines anschließenden Rundgangs über die Oase der Ruhe erläuterte Anton Bingert an vielen alten Grabsteinen die Arbeit der Kulturwarft. Der älteste Grabstein aus dem Jahre 1842 aus Metall fand dabei ebenso besondere Beachtung wie die einst 1894 erbaute Kapelle, die jedoch 1974 abgerissen wurde.
Gerade aufgestellte Informationsschilder wie Grabmale und Bäume erfreuten die Teilnehmer. Zum Abschluss lud Matthias Kruse zu einem gemütlichen Zusammensein ein. Henry Bohm war dabei, voller Lob über die Leistungen des Fördervereins Kulturwarft.
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