Gedenken des Seegefechts 1813
Anfang September jährte sich das Gedenken an das Seegefecht vor Büsums Küste. Der Förderverein Kulturwarft Büsum als Schirmherr hatte zu einer Kranzniederlegung am Gedenkstein vom Seegefecht 1813 auf den Alten Friedhof eingeladen und trotz regnerischem Wetter hatten sich allerhand Teilnehmer eingefunden. Unter ihnen auch Urlauber.
Der dänische Abgesandte vom Kriegsgräberwesen für den Bereich Sydslesvig-West, Henry Bohm, war erfreut, auch die neue Vorsitzende der Kulturwarft, Pastorin Inke Wöhlbrand, kennenzulernen. Wöhlbrand begrüßte unter anderem den Bürgermeister Oliver Kumbartzky, Kurt-Ewald Finke von der Marinekameradschaft Heide und natürlich den weit angereisten Henry Bohm.
Klaus Hinz ließ Einiges über die Geschichte des Seegefechts Revue passieren, bei dem sechs dänische Seeleute ihr Leben ließen. Sieben Kanonenschaluppen lagen vor Anker. Mit 14 Kanonen, sieben Offizieren, einem Schiffsarzt und 430 Matrosen und Seesoldaten sollten sie den Schleichhandel mit England unterbinden und Kleintransporte beschützen.
Am Freitag, den 3. September 1813, wurden um 8:00 Uhr 10 segelnde englische Kanonenboote und vier rudernde Barkassen, von Cuxhaven kommend, am Horizont gesichtet. Die Engländer hatten zuvor zwei Büsumer Fischer gefangen genommen, die ihnen unter Drohungen den Weg nach Büsum auspressten. Um 11:00 Uhr griffen diese in einer Entfernung von 400 bis 500 Metern an.
Premier-Leutnant Ridder de M.C. Klaumann fuhr mit seinen zum Schutze vor Büsums Küste liegenden Kanonenbooten den in der Miele heransegelnden Engländern entgegen. Nach viereinhalb Stunden drehten die Engländer bei eintretender Ebbe gegen 15:30 Uhr ab. Trotz Übermacht wurden während der Kampfhandlungen nur zwei dänische Jollen versenkt.
Auf dänischer Seite waren sieben Tote und 16 Verwundete zu verzeichnen. „Dem Gerücht nach soll der Feind einen größeren Verlust an Mannschaft gelitten haben.“ Da die Schiffe sich nur auf halber Kanonendistanz gegenüberlagen, wurden auch Büsumer Häuser von den 24-Pfündern getroffen. Vier Kugeln sind noch heute in der „Alten Post“ zu sehen.
Kumbartzky mahnte in seiner Ansprache: Friede und Sicherheit auf See wie an Land sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind ein hohes Gut, das wir bewahren und schätzen müssen. Man solle die Gefallenen und Opfer jenes Tages im ehrenden Gedenken bewahren.
Wöhlbrand entschuldigte die drei verhinderten Pastoren und freute sich über die große Beteiligung. Nach dem pastoralen Teil und einem Gebet wurde auch das Vaterunser gesprochen. Das Akkordeonduo „Moin Moin“ mit Rosmarie Glatz und Carsten Jasper sorgte unter anderem mit dem Lied „Ich hatte einen Kameraden“ für den musikalischen Teil des Gedenkens.
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