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Gelungener Kunstgriff


Meldorf · Ellen Balsewitsch-Oldach · 01.10.2025

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Klaus von Puttkamer am E-Piano und Ellen Balsewitsch-Oldach begrüßt die Gäste.

Gleich viermal in diesem Jahr hatte das Meldorfer Literatur- und Kulturnetzwerk Textfabrique51 Auftritte im Rahmen des Dithmarscher Kulturprojekts Kunstgriff. Bei der Eröffnungsveranstaltung im Heider Kreishaus durfte Ellen Balsewitsch-Oldach zusammen mit anderen das Element „Wort“ im Kunstgriff-Dreiklang „Wort – Bild – Klang“ vertreten und die Wünsche der Textfabrique51 an künftige Kunstgriff-Programme äußern.

Zu diesen zählen eine bessere Kennzeichnung nur einmalig punktuell stattfindender Veranstaltungen im Programmkatalog (wie zum Beispiel Lesungstermine – im Gegensatz zu Ausstellungen, die über den gesamten Kunstgriff-Zeitraum besucht werden können) und mehr Einbindung passender Literaturveranstaltungen in Kunstpräsentationen.

„In diesem Jahr hatten wir allerdings schon das Glück, bei unseren Aktionen Wort, Bild und Klang zusammenzubringen“, sagte Ellen Balsewitsch-Oldach. So gab es im Garten von Hans Struck, wo er eine Auswahl seiner künstlerischen Keramiken präsentierte, als Ausstellungseröffnung einen poetischen Rundgang, für den Dirk-Uwe Becker und Ellen Balsewitsch-Oldach zu einigen Stücken Gedichte geschrieben hatten und sie vortrugen. Alle anwesenden Gäste schlossen sich dem Rundgang an und spendeten viel Applaus.

„Auch die Vorstellung der von uns herausgegebenen Anthologie „Mein Dorf, meine Stadt, mein Viertel – hier ist mein Herz zu Hause. Lebensorte in Wort und Bild“ war ausgesprochen gut besucht und hat viel Anerkennung gefunden“, sagte Dirk-Uwe Becker und weiter: „Elf der Autorinnen und Autoren lasen ihre Beiträge aus dem Buch, dazu waren die jeweiligen Illustrationen auf einer großen Leinwand zu sehen. Klaus von Puttkamer improvisierte auf dem E-Piano zwischendurch Musikstücke, die von der Stimmung her ausgesprochen gut passten. Diese Zusammenstellung kam beim Publikum offenbar sehr gut an.“

Zum Abschluss des Kunstgriff-Festivals gab es – wieder im Garten von Hans und Ute Struck – eine Hommage an Hein Hoop, mit plattdeutschen „Riemels un Geschichen“ aus dem Buch „Hein Hoop – Gesammelte Werke eines Eiderstedter Originals“, gekonnt vorgetragen vom Herausgeber Hans Struck. Dirk-Uwe Becker und Ellen Balsewitsch-Oldach lasen aus Hoops Satiren auf Hochdeutsch, und auch einige vertonte Hein-Hoop-Gedichte waren zu hören.

„Für uns von der Textfabrique51 war es insgesamt ein sehr gelungener Kunstgriff. Auch das Konzept der neuen Lenkungsgruppe hat sich für uns positiv ausgewirkt“, fassten die beiden Moderatoren ihre Erfahrungen zusammen und: „Wir sind gespannt, wie es im nächsten Jahr weitergeht.“