Gemeindeausflug mit vielen Eindrücken
35 Schlichtinger stiegen am Morgen bei Sonnenschein in den Bus. Die Reise führte dieses Mal in das Gebiet der Vier- und Marschenlande - oft verwechselt mit dem Alten Land, dass südwestlich der Elbe in Hamburg und Niedersachsen liegt. Die Vier- und Marschenlande umfasst ein über 13.000 ha landwirtschaftlich geprägtes Gebiet im Hamburger Bezirk Bergedorf im Südosten der Hansestadt. Hier leben 27.000 Einwohner in einer wunderschönen Region, die bekannt ist für ihre einmalige Natur, den Obst- und Gemüseanbau sowie der Blumenzucht.
Erste Station war das Freilichtmuseum Rieck Haus am Curslacker Elbdeich. Es ist eines der ältesten erhaltenen Bauernhäuser Norddeutschlands. Dokumente über den Hof gehen bis in das Jahr 1533 zurück. Bis etwa 1940 wurde das Anwesen von der Familie Rieck bewirtschaftet. Seit den 1950er Jahren gehört das Rieck Haus als Freilichtmuseum zu der Bergedorfer Museumslandschaft. Eine informative Reise in die Vergangenheit: Werkzeuge, Möbel und Dinge des täglichen Lebens konnten besichtigt werden und wurden fachkundig erläutert. Ebenso wurde erklärt, wie Mensch und Tier unter einem Dach zusammen lebten und mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen hatten.
Nach dem Mittagessen ging es an zahlreichen Gewächshäusern, Gärtnereien und alten Bauernhäusern die Elbe entlang. Ziel war die Kirche St. Nicolai zu Hamburg-Altengamme. Sie ist die älteste Dorfkirche im Gebiet der Vier- und Marschenlande. Geweiht ist sie den Schutzheiligen der Kinder, Fischer, Seefahrer und Händler. 1247 wurde das Gotteshaus mit angrenzendem Friedhof erstmals erwähnt. Im Inneren erwarteten die Besucher u. a. die schmuckverzierten Hutständer, aufwendige und kunstvolle Intarsien und der Bronzekessel des Taufbeckens mitten in der Kirche mit dem Taufbaldachin darüber.
Eine Kaffeepause schloss sich an. Der Bus begab sich schließlich wieder auf Heimatkurs. Somit endete die Entdeckungstour durch Hamburgs Dreistromland zwischen Dove-, Gose- und Stromelbe. Die Organisation des Ausflugs lag wieder in den bewährten Händen von Heidi Garbers. Wir sind gespannt auf das nächste Jahr.
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