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Gemeinsames Zeichen gegen Rassismus


Büsum · Günter Santjer · 20.03.2026

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Gäste und Orga-Team (von links): Frank Zabel, Magdalena Finke, Christian Verwold, Bianca Ruhland, Britta Baar, Tobias Bachmann, Frauke Düssmann, Oliver Kumbartzky, Alexandra Bartsch, Volker Nielsen und Thorben Schütt.
Bürgermeister Oliver Kumbartzky begrüßte die Gäste der Auftaktveranstaltung, besonders die Innenministerin Magdalena Finke, Landrat Thorben Schütt, MdL Volker Nielsen, Frank Zabel, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Dithmarschen, Amtsvorsteher Wilhelm Hollmann, Gemeindevertreter sowie die zahlreichen Teilnehmer der Kundgebung. Die DLRG Büsum-Wesselburen übernahm den Sanitätsdienst bei der Kundgebung. Zunächst wurden im Rathauspark die beiden Flaggen des Mottos gehisst.

Die Innenministerin und der Landrat, aber auch Bürgermeister Oliver Kumbartzky, Volker Nielsen sowie Britta Baar und Bianca Ruhland vom Verein „Büsum bleibt bunt“ waren dabei. In einem großartigen Redebeitrag wies die in Polen geborene Ministerin Magdalena Finke besonders auf den Art. 1 des Grundgesetzes (Die Würde des Menschen ist unantastbar) hin. Und daran anknüpfend, dass niemand aufgrund spezifischer Merkmale wie Geschlecht, Rasse, Hautfarbe oder Religion benachteiligt oder bevorzugt werden darf.

Es gäbe allerdings deutliche Anzeichen dafür, dass rechtsextreme Tendenzen in Deutschland leider zunehmen. Sie rief zur Wachsamkeit auf, denn der Rassismus sei zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem geworden. Bei dem Thema Integration wies sie darauf hin, dass dem Sport eine besondere Rolle zukomme und dass es wichtig sei, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für ein Engagement in Sportvereinen zu gewinnen.

Sie berichtete dazu aus eigener Erfahrung, denn als sie mit 14 Jahren nach Deutschland kam, sprach sie kein Wort Deutsch. Sie schloss sich daher einem Verein an und spielte Handball. Das hat ihr sehr geholfen. Landrat Thorben Schütt wies auf das große Engagement des Kreises Dithmarschen gegen Rassismus hin und die Bemühungen des Kreises, Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren. Frank Zabel berichtete eindrucksvoll von der Arbeit seiner Kollegen aus der Migrationsberatung im Diakonischen Werk.

Leider gäbe es immer wieder Vorfälle von Hass und Hetze. Er bedankte sich für die klare Haltung der Innenministerin Magdalena Finke und des Bürgermeisters Oliver Kumbartzky. Frank Zabel dazu: „Wir müssen immer wieder öffentlich Flagge zeigen gegen Hass und Hetze, gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung. Und wir müssen genau hinsehen und -hören: in der Familie, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz.“ 

Man dürfe nicht tatenlos dabeistehen, wenn rechtspopulistische, rechtsextreme, rassistische, minderheitenfeindliche oder völkisch-nationalistische Einstellungen anklingen. Frank Zabel: „Menschenfeindlichkeit darf niemals normal werden.“ Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildet dann eine Menschenkette im Rathauspark.