Ab nach Langeneß
Zu den Gepflogenheiten der Liedertafel Nordhastedt gehört auch eine Fahrt ins Blaue. Die Frage war nur "Wohin?". Kurze Antwort der Verantwortlichen: „Helgoland“. Selbst gezielte unverdächtige Fragen konnten das Ziel Helgoland nicht erschüttern. Wobei die Richtungsänderung gegen Norden das Ziel Helgoland als Fake entlarvte. Geduld war gefragt.
Traditionell wird die Fahrt nach einer Stunde durch ein Frühstück unterbrochen. Da musste der Vorsitzende, Gerd Staack, das Ziel bekanntgeben: „Langeneß“. Diese Hallig erreicht man mit der Fähre von Schlüttsiel. Schnell waren die Tische aufgebaut, und auch eine Windboe, die einige Eierscheiben durch die Luft fliegen lies, konnte die Teilnehmer nicht von den belegten Brötchen, Kaffee und Sekt abhalten. Der erste Teil für eine schöne Fahrt war erfüllt.
Der zweite Teil, das Wetter, erfüllte alle Wünsche. Mit der Fähre Hilligenley ging es über Hallig Hooge nach Langeneß. Dort wartet schon der Halligexpress auf die Gruppe, der sie über die Insel kutschierte. Die Fahrer erzählten einiges über das Leben auf den verschiedenen Warften. Ein Ziel war die Kirchwarft. Dort konnte man auch einen Blick auf das Grab eines ehemaligen Nordhastedter Gemeindevertreters, der hier geboren und beerdigt ist, werfen. Weiter ging es zu einem kleinen Museum von Kapitän Tadsen. Ein Besuch auf einer Hallig steht durch die Tide bedingt immer unter Zeitdruck. Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kam, suchten die Ausflügler das Gasthaus am Fähranleger auf. Hier wartete ein leckeres Grillbüfett.
Doch das Meer ist unerbittlich, die Zeit drängte. Welche Auswirkungen es hatte, erlebte die Gruppe bei der Annäherung an Schlüttsiel. Es war wenig Wasser unterm Kiel, und es erschien der Eindruck, als wenn die Fähre kurz mal im Schlick feststeckte. Aber es ging alles gut. Der Busfahrer brachte die Gruppe sicher nach Hause. Fazit von den Teilnehmern: Ein rundum gelungener Tag. Gerne wieder.
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