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Jugendliche begleiten Jugendliche


Brunsbüttel · Kerstin Newe · 27.06.2023

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Das Bild zeigt die Peer Guides vom Gymnasium Brunsbüttel, der Schleusen-Gemeinschaftsschule Brunsbüttel und vom Gymnasium Marne.

Der Titel der Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin, die vor Kurzem in Brunsbüttel feierlich eröffnet wurde, ist "Lasst mich ich selbst sein - Anne Franks Lebensgeschichte" ist. Die Wanderausstellung kann noch bis zum 4. Juli im Elbeforum besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung verbindet Geschichte und Gegenwart miteinander, indem sie in einem historischen Teil die Lebensgeschichte von Anne Frank zeigt und Einblicke in die Zeit gibt, in der sie gelebt hat. Zudem thematisiert sie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. Ein aktueller Teil spricht die Besucher direkt an, mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung. Darüber hinaus geht die Ausstellung der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor.

Kernelement der Ausstellung ist der Ansatz der Peer Education, wobei Jugendliche andere Jugendliche weiterbilden. Während eines zweitägigen Seminars wurden 27 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Brunsbüttel, der Schleusen-Gemeinschaftsschule Brunsbüttel und des Gymnasiums Marne durch zwei Mitarbeiterinnen des Anne Frank Zentrums befähigt, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Für Rieke Sahm aus Klasse neun ist das Projekt eine gute Chance, sich sozial mehr einzubringen, und Silas Hinz aus Klasse elf findet es unfassbar wichtig, die Werte der Ausstellung zu vermitteln. Die Peer Guides erlernten dafür Hintergrundwissen und pädagogische Methoden und fühlten sich so nicht nur inhaltlich, sondern auch im Umgang mit Menschen sehr gut vorbereitet.

Die Jugendlichen tragen durch ihre Begleitung zu einer lebendigen Erinnerung an den Holocaust bei und setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. Silas Hinz betont die Besonderheit, aus einer theoretischen Ausstellung ein praktisches methodisches Lernen individuell gestalten zu können. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch die finanzielle Unterstützung vom Kreis Dithmarschen, der Schramm Group, der Stadt Brunsbüttel sowie der Bürgerstiftung Brunsbüttel und der Stiftung gegen Extremismus und Gewalt in Heide und Umgebung.