Englische Weihnachtsmusik
Mit einem für deutsche Ohren eher ungewöhnlichen "Adventskonzert bei Kerzenschein" begeisterte die Kantorei Brunsbüttel in der Brunsbütteler Jakobuskirche. Gemeinsam mit einem Kammerorchester und drei professionellen Solisten führte der Chor unter Leitung von Kantorin Agnes Farkas eine alte englische Weihnachtskantate von Henry Purcell sowie mehrere modernere englische Weihnachtslieder (Carols) von John Rutter auf.
Begrüßt wurden die Gäste in der fast voll besetzten Jakobuskirche von Peter Marten, dem Pastor der Brunsbütteler Pauluskirche. Denn eigentlich hätte das Adventskonzert in der Pauluskirche stattfinden sollen. Durch den Großbrand vor einigen Wochen sind aber weder Kirche noch angrenzende Gebäude nutzbar. Doch durch die Unterstützung von vielen Seiten, darunter auch und besonders die katholische Kirchengemeinde, konnte das anspruchsvolle Konzert jetzt in der Jakobuskirche stattfinden. Dafür dankte Pastor Peter Marten allen Beteiligten von Herzen.
Den musikalischen Anfang mit der im 17. Jahrhundert komponierten, wuchtigen Weihnachtskantate machte mit seinem gewaltigen Bass der Solist Florian Günther. Ganz anders die vom 1945 geborenen britischen Komponisten John Rutter komponierten Stücke. Sein leichterer, beschwingter Stil wurzelt in der Tradition der englischen Chor- und Kathedralmusik, die er weiterentwickelt. Dazu werden auch Elemente der Jazz- und Popmusik einbezogen. Kantorin Agnes Farkas: "Die vorweihnachtliche Stimmung wird durch diese schönen Harmonien besonders verzaubert."
Lang anhaltender Beifall begleitete am Ende jedes Stück. Den Abschluss des Konzertes bildete das von allen Kirchenbesuchern nach der Melodie von Georg Friedrich Händel und dem Text von Friedrich Heinrich Ranke gesungene Weihnachtslied "Tochter Zion".
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