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Niederlage für die Boßler


Eddelak · Erhard Stollberg · 10.02.2026

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Nach dem harmonischen Feldkampf stellten sich beide Teams noch zu einem gemeinsamen Bild zusammen.

Die Eddelaker Boßler haben ihren Heimfeldkampf gegen Heid-Rüsdörp knapp mit einem „kiek ut“ von 24 Metern verloren. Dabei hätte es auch durchaus anders ausgehen können, denn die Gastgeber leisteten sich einige Bleier. Bereits am Vormittag hatten sich Torge Krey (Eddelak) und sein Heider Gegner Dennis Neuhoff abgeworfen. Auf dem hartgefrorenen Boden hinter dem Feuerwehrgerätehaus hatte die Boßelkugel kräftig Trüll, wobei die Eddelaker Kugel weiter rollte. So starteten die Gastgeber am Nachmittag mit einem Vorsprung von 35 Metern. 

Nach den Anwürfen von Tom Strüben (Heide) und dem Eddelaker Janek Pedersen wurde der Vorsprung ausgebaut. Doch dann passierte der Eddelaker Nummer sechs ein Bleier und man lag fast gleichauf. Nun entwickelte sich ein Feldkampf auf Augenhöhe, wobei es auf beiden Seiten gute Würfe zu sehen gab. Den harten Boden konnten die Gäste besser nutzen und konnten sich bis zum Wechsel einen Vorsprung erarbeiten. Im zweiten Durchgang wechselte die Führung mehrmals. Als sich Eddelak erneut zwei schwache Würfe leistete, zogen die Gäste weit in Front und konnten sogar ein Schott bejubeln. Doch das Heimteam zeigte Kampfkraft und holte auf. Nachdem die Heider einen Wurf ohne Trüll hatten, wurde es noch einmal spannend auf dem Boßelfeld. Zwei Würfe vor dem Ende setzten die Gäste ihr Schott wieder ein. Dabei hatte auch der Wurf von Kai Tonert keinen Trüll und landete im Graben. Der Eddelaker Schlusswerfer Janis Finnern legte zwar einen starken Wurf hin, doch das reichte nicht. Sein Heider Gegner Danny Middendorp nahm genügend Abstand vom Graben und machte einen Sicherheitswurf. Er übertraf die Eddelaker Boßel um 24 Meter und danach bejubelten die Heider Boßler ihren Sieg.

In den Schlussreden ließen Mark Henri Jürgens (Eddelak) und Thies Martens (Heide) den harmonischen Feldkampf noch einmal kurz Revue passieren. Man war sich einig, dass der Heider Sieg letztlich verdient war. Nachdem Thies Martens den Siegerboßel in Empfang genommen hatte, wurde der Feldkampf mit einem dreifachen „Lüch op“ beendet. Anschließend saß man noch gemütlich im Feuerwehrgerätehaus zur Manöverkritik zusammen. Dort meldete sich dann der Heider Thies Dohrn zu Wort. Er gratulierte dem völlig überraschten 63-jährigen Thies Martens zu einer ganz großen Leistung. Dieser hatte gegen Eddelak seinen 275. Boßelfeldkampf bestritten. Dafür gab es ein kräftiges, dreifaches „Lüch op“. Dem Geehrten stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Und wenn es nach ihm geht und die Gesundheit es erlaubt, will er auf jeden Fall die 300 Feldkämpfe voll machen.