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Schüleraustausch mit Gryfice


Meldorf · Maike Köhler · 30.06.2026

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Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Meldorf und aus Gryfice.

Eine Woche voller gemeinsamer Erlebnisse und neuer Erfahrungen liegt hinter den Teilnehmenden der Gemeinschaftsschule Meldorf und der polnischen Partnerstadt Gryfice. Nachdem die Meldorfer im März in Polen waren, fand nun der Gegenbesuch in Dithmarschen statt. Jeweils 15 Schülerinnen und Schüler aus beiden Städten nahmen teil. Die Gruppe wohnte zusammen im Jugendgästehaus „Osterlüchten“ in Hademarschen. Dort war Selbstverpflegung angesagt. Tisch decken, Kochen, Aufräumen und Küchendienst gehörten zum Alltag. „Gerade dadurch sind die Jugendlichen schnell zusammengewachsen, Sprachbarrieren wurden rasch überwunden“, berichtet Marie-Theres Marx, die verantwortliche Verbraucherbildungslehrkraft.

Nach dem Eintreffen beider Gruppen blieb Zeit für erste Gespräche und Erinnerungen an die Begegnung im März. Der Folgetag stand ganz im Zeichen gemeinsamer Aktivitäten. Bei verschiedenen Sport- und Kreativangeboten konnte man Talente ausprobieren, sich austauschen und vor allem miteinander ins Gespräch kommen. Dabei wurde deutlich, dass gemeinsame Interessen oft wichtiger sind als die Sprache, die man spricht. Am dritten Tag führte der Austausch die Gruppe an die Gemeinschaftsschule Meldorf. Workshops in den Bereichen Roberta, Schülerforschungszentrum (SFZ) und Sport schafften Einblicke in den Schulalltag der deutschen Partner. Am Abend wurde das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Meldorf und Gryfice gefeiert. Die Jugendlichen gestalteten den ersten Programmpunkt. In deutscher, polnischer und englischer Sprache beschrieben sie, was Schüleraustausch für sie bedeutet. Die Beiträge machten deutlich, wie wertvoll persönliche Begegnungen für das gegenseitige Verständnis und die europäische Gemeinschaft sind. Im Anschluss verbrachten die polnischen Gäste den Abend in ihren Gastfamilien und lernten das Familienleben ihrer Austauschpartner kennen. Ein Ausflug nach Büsum stand auch auf dem Programm. Durch eine Wattwanderung und eine Fangfahrt konnte die Nordsee hautnah erlebt werden. Am Abend wurde beim "Bunten Abend" getanzt und fröhlich gefeiert.


Nach den intensiven Tagen fiel vielen der Abschied schwer und es flossen auch ein paar Tränen. Unter dem Motto „Wir kamen als Fremde und gehen als Freunde“ hat der Schüleraustausch erneut gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für die internationale Verständigung sind. Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen, wertvolle Erfahrungen und Freundschaften, die weit über diese Woche hinausreichen werden. Gefördert wurde der Austausch vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, dem Verein zur Pflege der Städtepartnerschaft sowie der Meldorfer Kulturstiftung.