Vier Festivals für die Literatur
Auf vier Kulturfestivals hatten die Moderatoren des Meldorfer Literatur- und Kulturnetzwerks Textfabrique51, Ellen Balsewitsch-Oldach und Dirk-Uwe Becker, in diesem Jahr ihre Auftritte. Angefangen hatte die "Festspiel-Saison" mit der "altonale", dem zehntägigen Stadtteil- und Kulturfest in Hamburg-Altona, wo sie zum 15. Mal mit der "literatur altonale-Lesebühne" zu Gast waren.
Es folgten zwei eigene Lesungen im Zuge der sommerlichen Veranstaltungsreihe der Stiftung Herzogtum Lauenburg "Kultur am Kanal" im Courage-Theater in Mölln. Jüngster Auftritt fand in Tönning in den Werkhallen der früheren Sargtischlerei statt, die Jörn und Maren Kohlus zu einem regionalen Kulturzentrum umgestaltet haben.
Im Rahmen der "Eiderstedter Kultursaison" lasen die Textfabrique51-Moderatoren ihre Beiträge zu einem Abend für den 2023 verstorbenen Eiderstedter Autor Uwe Herms, mit dem sie eine mehr als 10-jährige Freundschaft verbunden hatte. „Es war uns eine Ehre und eine große Freude, vor so vielen Menschen zu lesen, die mit Uwe Herms in Verbindung standen“, sagte Dirk-Uwe Becker.
Journalist und Autor Werner Hajek führte durch das Programm und las ebenfalls. Julian Herms präsentierte mit einer Lesung und einem Büchertisch ein reichhaltiges Angebot aus dem Nachlass seines Vaters. Ein besonderer Höhepunkt bei den Kulturfestivals war für die Textfabrique51 allerdings wieder einmal die Autorenlesung im Rahmen des Dithmarscher Kulturprojekts „Kunstgriff“ in Meldorf.
Dort konnten sich die beiden Moderatoren bei der Vorstellung der Anthologie 'Macht? Krieg? Frieden?', die sie als Herausgeber betreuen, über voll besetzte Plätze freuen. „43 Autorinnen und Autoren aus Norddeutschland, von der Grenze zu Dänemark über Hamburg bis nach Nordniedersachsen, aber natürlich auch aus Dithmarschen, haben sich an dem Buch beteiligt, das macht uns schon ein wenig stolz“, sagte Ellen Balsewitsch-Oldach, die auch als Verlegerin tätig ist.
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Lesung von Klaus von Puttkamer am E-Piano musikalisch einfühlsam umrahmt. Eine Leinwandshow mit Illustrationen aus dem Buch rundete die Veranstaltung ab. „Der Buchtitel klingt zwar nach einem schweren Thema, aber die Beiträge waren so abwechslungsreich, dass man trotz aller Ernsthaftigkeit bei manchen auch schmunzeln und bei anderen ein wenig Hoffnung schöpfen konnte“, bedankte sich eine Zuhörerin zum Schluss.
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