Die Klasse 4d der Reimer-Bull-Schule durfte kürzlich ein besonderes Projekt erleben: Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein war zu Gast und gestaltete zwei abwechslungsreiche Tage rund um das Thema „Kinderrechte“. Unter der Leitung von Fachreferentin Emma Angermann wurden die Schülerinnen und Schüler altersgerecht, anschaulich und mit vielen interaktiven Methoden durch das Programm geführt. Bereits am ersten Tag setzten sich die Kinder intensiv mit den verschiedenen Kinderrechten auseinander. „Ich finde das Recht auf Freizeit am wichtigsten“, sagt ein Schüler. Eine andere Schülerin meint: „Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt steht für mich an erster Stelle.“
Gemeinsam wurde erarbeitet, warum es Kinderrechte gibt und was sie für den Alltag der Kinder bedeuten. Im Gespräch miteinander entstanden Fragen wie: Was bedeutet es eigentlich, eine eigene Meinung zu haben? Darf ich immer alles sagen, was ich denke? Wer entscheidet, wenn Erwachsene und Kinder unterschiedlicher Meinung sind? Und was kann ich tun, wenn meine Rechte nicht beachtet werden? „Irgendwie macht es mich nachdenklich, dass nicht alle Kinder diese Rechte erleben – obwohl sie doch ein Recht darauf haben!“, erklärt eine Schülerin.
Am zweiten Projekttag wurde das Gelernte an verschiedenen Stationen vertieft und praktisch umgesetzt. Die Kinder arbeiteten aktiv, kreativ und im Austausch miteinander. „Ich habe für meine Mutter eine Postkarte geschrieben und ihr erzählt, dass die Kinderrechte voll wichtig sind. Ich habe geschrieben, dass es cool ist, dass es die Kinderrechte gibt.“ So wie dieser Schüler gestalteten und verschickten alle Postkarten, um auch andere Menschen über Kinderrechte zu informieren und auf deren Bedeutung aufmerksam zu machen. Besonders eindrucksvoll war der Bau einer „Privatsphäre-Box“, die den Kindern auf kreative Weise verdeutlichte, wie wichtig die Privatsphäre mit persönlichen Grenzen und Rückzugsräume ist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Themen Mitbestimmung und Diskriminierung. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich damit auseinander, wie sie in ihrem Alltag mitentscheiden können und wo ihre Stimme zählt. Gleichzeitig wurde darüber gesprochen, was Diskriminierung bedeutet und wie man sich dagegen einsetzen kann – sowohl für sich selbst als auch für andere. Es kamen Fragen auf wie: Wie können wir fair miteinander umgehen? Wie gehen wir damit um, dass wir unterschiedlich sind? Was können wir tun, wenn jemand ausgeschlossen wird? Die beiden Projekttage waren für die Klasse 4d mit Diplom-Sozialpädagogin Katrin Kapell und Klassenlehrerin Lisa Höfs eine wertvolle Erfahrung. Die Projekttage sind zu Ende - aber die Kinderrechte bleiben!