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Zu Besuch im Hospiz


Meldorf · Birgit Franßen · 26.08.2026

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Erste Gruppe der Landfrauen im Foyer des Hospiz.

Der Landfrauenverein Meldorf-Geest organisierte kürzlich einen informativen und bewegenden Besuch im Hospiz Meldorf. Aufgrund des großen Interesses wurde die Besichtigung in zwei Gruppen aufgeteilt, um allen Teilnehmerinnen einen umfassenden Einblick zu ermöglichen.

Koordinatorin Ann Kristin Stegemann hieß die Frauen herzlich willkommen. Sie stellte die wertvolle und unverzichtbare Arbeit des Freundeskreises Hospiz Dithmarschen vor, der die Einrichtung auf vielfältige Weise unterstützt. Bei dem anschließenden Rundgang führte sie die Gruppen durch das Haus und gab tiefere Einblicke in den Alltag und die Philosophie der Hospizarbeit.

Der Umfang der Hospizarbeit war vielen Damen vorher nicht bewusst, da hierbei in erster Linie an Sterbebegleitung gedacht wird. Ebenso wird aber auch Trauerbegleitung geboten. Die verschiedenen Gruppenräume der Einrichtung standen deswegen besonders im Fokus bei der Begehung. Hier kommen regelmäßig Menschen zusammen, die einen schweren Verlust erlitten haben.

Ann Kristin Stegemann erläuterte, dass das Hospiz Raum für verschiedene Trauergruppen bietet, die sich in regelmäßigen Abständen treffen. Dazu gehören sowohl eine Kinder- als auch eine Jugendtrauergruppe sowie weitere spezifische Trauergruppen für Erwachsene. Auch Einzelbegleitungen sind möglich. Regelmäßig werden durch Kurse geschulte ehrenamtlich tätige Mitarbeiter zu den hauptamtlichen dazugewonnen. Sie helfen dabei, die stetige Nachfrage erfüllen zu können, und sind deswegen enorm wichtig.

12 Gästezimmer mit eigener Terrasse stehen für schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase im stationären Hospiz zur Verfügung. Außerdem gibt es zwei Angehörigenzimmer, den sogenannten Raum der Stille, einen Innenhof, ein Café und einen schönen Garten. Auffällig ist die harmonische Gestaltung in warmen Farben, die sich durch das ganze Haus zieht.

Die Ausstattung gleicht eher einem Hotel als einer Pflegeeinrichtung, was einzig den Schluss zulässt, dass man sich hier als Gast auf Zeit sehr wohlfühlen kann. Ann Kristin Stegemann beantwortete abschließend ausführlich alle aufkommenden Fragen, ehe die Landfrauen sich mit einer Spende und einem Präsent bei ihr bedankten und verabschiedeten.

Der Besuch hinterließ bei allen einen tiefen und bewegenden Eindruck. Er zeigte eindringlich, wie wichtig neben der Begleitung am Lebensende auch die kontinuierliche und einfühlsame Unterstützung von Hinterbliebenen jeden Alters ist. Einig war man sich darin, dass wir uns glücklich schätzen können, dass der Hospizverein Dithmarschen über all die Jahre nie müde geworden ist, sein Ziel – die Errichtung eines stationären Hospizes in Meldorf – zu erreichen.