- ANZEIGE - Die Zeitung spenden für die gute Sache

Urlaubs-Aktion „Spende deine Zeitung“ zugunsten der MS-Gesellschaft


Heide (köh/eh) Eine Idee zieht Kreise: für jede Zeitung des Medienhauses Boyens, die seit dem 1. Mai von ihren Abonnenten während einer Ortsabwesenheit gespendet wird, legt Boyens Medien 50 Cent beiseite. Nach Ablauf eines Jahres kommt die Gesamtsumme einem gemeinnützigen Zweck zugute.

Nach einem Aufruf hatten die Leserinnen und Leser entschieden, dass der Spendentopf 2019/20 der Multiple-Sklerose-Gesellschaft Dithmarschen gespendet werden soll.

Seit 44 Jahren setzt sich die Dithmarscher Zweigstelle der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft für Betroffene sowie ihre Angehörigen ein.

„Unser Ziel ist es, Ansprechpartner zu sein und die Erkrankten aus der Isolation zu holen“, sagte die Vorsitzende der Dithmarscher MS-Gruppe, Iris Lipinski, während eines Besuchs in unserer Zeitung. „Wenn man nicht mehr aus dem Haus kommt, ist man bald alleine gelassen.“ Zu der Dithmarscher Gruppe gehören rund 100 Betroffene und Angehörige sowie 15 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem die Vorbereitung der regelmäßigen Treffen. „Manchmal haben wir Referenten, manchmal gibt es auch einfach Kaffee und Kuchen“, sagt Iris Lipinski.

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung der Nervenbahnen im Gehirn und im Rückenmark. Sie kann ohne erkennbare Ursache in jedem Alter auftreten. Der Verlauf kann vollkommen unterschiedlich sein, je nach betroffenen Nervenbahnen. „Mittlerweile gibt es bessere medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten als früher“, sagt Iris Lipinski, „die Chance ist da, dass die Krankheit nicht mehr so schlimm verläuft. Eine immense Beeinträchtigung ist sie trotzdem.“

Zwei Angebote ragen aus den Aktivitäten der Dithmarscher Zweigstelle heraus: die jährlichen Therapietage mit bis zu 50 Teilnehmern im Breklum sowie das Therapiepferd Cisco, das im Mittelpunkt der Dithmarscher Hippo-Gruppe steht. Dort können Betroffene selbst dann noch unter Anleitung eines ausgebildeten Übungsleiters an einer Reittherapie teilnehmen, wenn sie auf den Rollstuhl angewiesen sind. Die Hippotherapie lindert in vielen Fällen Beschwerden, löst Spastiken und trainiert die Muskeln.

„Die Spendenaktion ist eine große Hilfe für uns“, versichert Iris Lipinski, denn unsere Aktivitäten und Angebote finanzieren sich ausschließlich durch Spenden, auch die kostenintensive Reittherapie.“

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