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Töpferei Claußen schließt Anfang November nach 67 Jahren ihre Türen


Brunsbüttel Den letzten Brennvorgang im Töpferofen hat Michael Claußen auf Video festgehalten und bereits in den Sozialen Medien hochgeladen: Nur noch wenige Wochen, dann sagt der Brunsbütteler Töpfermeister endgültig „Tschüß!“ zu seinen zahlreichen Kundinnen und Kunden. Nach insgesamt 67 Jahren schließt mit der Töpferei Claußen der letzte Dithmarscher Fachbetrieb seiner Art die Türen.

Ein bisschen Wehmut schwingt mit bei Michael Claußen, der zurzeit dabei ist, die Werkstatt auszuräumen. Die Eltern Hasso und Christel Claußen hatten das Geschäft Mitte der 50er Jahre gegründet, Sohn Michael stieg mit 17 Jahren als Lehrling ein, übernahm später den Familienbetrieb und war fast 50 Jahre erfolgreich in der Branche tätig. Nach zwei Umzügen innerhalb Brunsbüttels fanden Werkstatt und Ladengeschäft Anfang der 80er Jahre ihren endgültigen Standort – natürlich an der Töpferstraße. Überregionale Bekanntheit erreichte Claußen nicht zuletzt auch durch seine mit Elbschlick hergestellten „Wattpötte“. „Wir schließen nicht, weil wir nichts mehr zu tun haben“, stellt der 65-jährige Töpfermeister klar, „sondern weil es keinen Nachfolger gibt.“ Ein häufiges Problem im Handwerk.

Bis Anfang November hat das Ladengeschäft noch zum Abverkauf geöffnet. „Es können noch schöne Keramiken zu einem vergünstigten Preis erworben werden. Stöbern lohnt sich!“, so Michael Claußen.

Die Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9-12 und 14-17 Uhr, Sa. 9-12 Uhr.

Töpferei Claußen

Töpferstr. 2, Brunsbüttel

Tel. 04852/51500

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