- Wirtschaftskraft -

Es tut sich etwas an der Westküste

Brunsbüttel - Es begann Anfang der 1970er Jahre mit der Förderung des Wirtschaftsraumes Brunsbüttel. Im vergangenen Jahr wurde aus der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (egeb) offiziell die Entwicklungsgesellschaft Westholstein mbH (egw). Tatsächlich betreibt das Team um Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau schon seit vielen Jahren Wirtschaftsförderung für die Kreise Dithmarschen und Steinburg.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ansiedlung neuer Unternehmen – und gerade hier zeigen die aktuellen geopolitischen Verwerfungen Effekte, von denen unsere Region profitiert. „Wir werden derzeit mit Anfragen zugeschüttet“, beschreibt Jörg Peter Neumann die aktuelle Situation in Sachen Standortmarketing. Der Wirtschaftsförderer am egw-Standort in Heide sagt: „Wir können eine Boomregion werden, wenn wir es wollen.“ Für seinen in Itzehoe tätigen Kollegen, egw-Wirtschaftsförderer Christian Holst, zeigt die Wirtschaftsregion das Potential für eine „enorme Transformation“. Das sei auch eine Chance, gegen den demografischen Wandel mit all seinen negativen Begleiterscheinungen wie Überalterung oder Leerständen von Geschäften in den Innenstädten anzugehen. Die Infrastruktur muss da natürlich mithalten, betont egw-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau: „Die Strukturen in der Region müssen ausgerichtet werden an den neuen Anforderungen.“ Um diese Prozesse zu begleiten, ist die egw an verschiedenen Steuerungs- und Planungsgruppen beteiligt.

Ein kleinteiligeres, aber ebenso wichtiges Thema ist seit jeher die Existenzgründung. Hierzu betreibt die egw die Gründungszentren CAT in Meldorf und mariCUBE in Büsum. Rund 100 Arbeitsplätze pro Jahr und Kreis werden durch Gründerinnen und Gründer geschaffen. Wer die Gründerservices der egw zum Beispiel rund um die Fördermittelberatung in Anspruch nimmt, hat gute Chancen: Immerhin 90 % der Gründer, die durch die egw begleitet werden, sind auch nach zwei Jahren noch am Markt aktiv. Die Entwicklung bestehender Unternehmen soll dabei nicht vernachlässigt werden, sind sich die Wirtschaftsförderer einig: Die Bestandspflege durch alle Branchen hindurch wird im Blick behalten. „Schließlich sind die bestehenden Betriebe das Rückgrat unserer Wirtschaft“, so Jörg Peter Neumann. Unter dem Stichwort „Beruf und Bildung“ ist die Qualifizierung von Fachkräften nach wie vor ein großes Thema. Für eine zukunftsfähige Infrastruktur sorgt auch die Technische Abteilung der Entwicklungsgesellschaft. Der Geschäftsbereich ist u. a. für die Betriebsführung des Breitband-Zweckverbandes Dithmarschen (BZVD) zuständig.

Die Experten der egw sind als Wirtschafts-Netzwerker zugleich Initiatoren, Moderatoren und Organisatoren, das Ziel lautet: Industrie und Mittelstand in der Region zu stärken, Trends mitgestalten zu können und damit letztlich einen Beitrag zur Daseinsvorsorge zu leisten. Wichtig dafür ist laut Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau der Blick über den Tellerrand hinaus im Bestreben, immer den entscheidenden Schritt voraus zu sein – und so der Wirtschaft vor Ort die richtigen Impulse geben zu können.

Entwicklungsgesellschaft Westholstein mbH 

Elbehafen, 25541 Brunsbüttel 

Tel. 04852/83840 

E-Mail info@eg-westholstein.de 

www.eg-westholstein.de